Stimmrecht…

SeDi Dita Dan Swen

…kommt aus dem Ruhrgebiet.

Stimmrecht, die Rockband ohne Instrumente, präsentiert teils bekannte, teils unbekannte interessante Songs in eigener Interpretation. Auch wenn es sich nicht nur um Rockmusik handelt, erheben sie doch den Anspruch für sich, eine Rockband zu sein. Der Grund wird offensichtlich, wenn man sie live erlebt, denn die Gruppe findet es nicht despektierlich, wenn schon mal von „Rampensäuen“ die Rede ist. Schließlich spielt der Begriff ja nicht auf das rüpelhafte Benehmen der Sänger an, sondern eher auf den sehr offensichtlichen Spass am Umgang mit dem Publikum und der Musik überhaupt. Choreografische Elemente haben dabei nicht immer oberste Priorität, dafür sind die Vier viel zu energiegeladen und freiheitsliebend. „Zwischen zart und zum Bersten laut“ wurde es mal betitelt, was die eine Frau und drei Männer allein mit ihren Stimmen anstellen.

„Stimmrecht erhebt die Stimme, um zu bewegen.“

Mitreißende Songs von „Black Betty“ bis „Conga“ und textlich tiefgehende Interpretationen wie das Kästnergedicht „Stimmen aus dem Massengrab“ oder „Aus dem Beton“ von Stefan Stoppok säumen das abwechslungsreiche Programm der Gruppe.

Ebenso breit wie das Repertoire ist die Palette bisheriger Auftrittsorte: So finden sich in der Auflistung ebenso Kirchen wie Gefängnisse, Opernhäuser wie Kneipen, Festivalbühnen wie private Wohnzimmer, U-Bahnen wie Flughäfen und Autobahnen, Benefizveranstaltungen wie Firmenfeste. Oder regional gesprochen: Schwerpunkt ist zwar NRW, aber auch außerhalb wie z.B. in Hamburg, Hannover, Berlin oder den Niederlanden waren die Vier auf Bühnen zu sehen.

Stimmrecht gewann 2003 den Bochumer Kleinkunstpreis „OpenFlair“ – damals noch in der Nachwuchssparte. Seitdem folgten noch weitere vordere Plätze bei verschiedenen Musik-Wettbewerben in NRW und bisher zwei CDs.

Stimmrecht sind Dita Kosmakova, Sebastian Diel, Daniel de Lorenzo und Swen Wagner.